A1: vierter Platz in Crissier (CH) – Roth Spieler des Turniers

ByJörg Wittenberg

A1: vierter Platz in Crissier (CH) – Roth Spieler des Turniers

Die A1 nutzte den „Superlimax“ in Crissier (Schweiz) als letzte Möglichkeit zur Vorbereitung auf die anstehende Jugendbundesligasaison. Nach couragierten und sehenswerten Auftritten gegen Topteams aus der Schweiz, Österreich und Deutschland ging in der Endrunde leider die Kraft aus. Am Ende belegt die JSG den vierten Platz und die Trainer wählen Niklas Roth zum besten Spieler des Turniers.

Für die A1 gestalteten sich die vergangenen Wochen sehr schwierig: durch die Schulferien war ein gezieltes Mannschaftstraining kaum möglich, auch bei Trainingsspielen mussten die Trainer meist improvisieren und an ein „Einspielen“ der Mannschaft war kaum zu denken. Umso wichtiger sollte der Superlimax als Vorbereitungsturnier sein, musste man hier „lediglich“ auf Manuel Bauer, Luis Büttner, Lars Claren, Hannes Werner und Lukas Herdtner verzichten (auch das sind immerhin mehr als ein Drittel der Mannschaft). So machten sich zusätzlich Marc Stärr und die Zwillinge Moritz und Toni Trenkle mit auf den fünfstündigen Weg in die französische Schweiz. Nach der Ankunft gegen 0 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag bezog die Mannschaft ihr Quartier in einem Luftschutzbunker, um am Samstag fit zu sein.

Im ersten Spiel stand der JSG der Alpla HC Hard gegenüber. Die Mannschaft hatte sich, unter anderem gegen unsere zweite A-Jugend, in der Qualifikation durchgesetzt und spielt in der deutschen Württembergliga. Unsere Jungs ließen den Österreichern allerdings keine Chance: durch eine konzentrierte Abwehrleistung und gutes Kleingruppenspiel im Angriff siegte die JSG schlussendlich mit 26:13, obwohl sie in Halbzeit zwei sogar noch den Fuß vom Gaspedal nahm.

Leider stand dieser Fuß dann aber auch noch in der ersten Halbzeit der zweiten Partie gegen St. Gallen weiterhin auf der Bremse. Die Mannschaft fand keinen Rhythmus und leistete sich zu viele Unkonzentriertheiten in der Deckung, die den Schweizern einfache Tore schenkten. Nach der folgenden 21:28-Niederlage stand im letzten Vorrundenspiel gegen Ligakonkurrenten SG Ottenheim-Altenheim, bislang ungeschlagen, der Einzug ins Halbfinale auf dem Spiel.

Vor der Partie verlangte Trainer Jörg Wittenberg eine deutliche Reaktion auf das verschlafene Spiel gegen Sankt Gallen und die Spieler wurden dem vollkommen gerecht. Aus einer sehr beweglichen 3:2:1-Deckung heraus provozierte die Truppe etliche Ballverluste, die oft zu Gegenstößen führten. Im gebundenen Spiel zeigte sich Niklas Roth sehr stark als Torschütze (12), aber auch als Vorlagengeber. Mit einem 21:17-Erfolg war damit die Eintrittkarte für das Halbfinale am Sonntag gebucht.

Hier wartete mit der SG Pforzheim-Eutingen ebenfalls ein Ligakonkurrent. Verzichten musste die JSG nun zusätzlich auf Felix Stahl. Trotzdem konnte die Mannschaft lange mit dem Titelverteidiger mithalten, gegen Mitte der zweiten Halbzeit war dem dezimierten Kader aber ein deutlicher Kraftverlust anzumerken. Gegen in der Breite gut aufgestellte Pforzheimer vergab die JSG etliche freie Würfe und konnte auch in der Abwehr nicht mehr jede Lücke schließen. So fiel das Ergebnis mit 21:27 etwas zu deutlich aus.

Vor dem Spiel um Platz drei, erneut gegen Ottenheim-Altenheim, entschied das Betreuerteam, Han Völker, der über Rückenprobleme klagte, auch zu schonen. Obwohl fast jeder Spieler der JSG kaum mehr Kräfte hatte, leistete jeder einzelne eine sehr engagierte Partie ab. Vierzig Sekunden vor Abpfiff lag die JSG mit zwei Toren in Rückstand, ehe Niklas Roth den Anschlusstreffer erzielen konnte. Leider brachte die folgende offene Manndeckung keinen Ballgewinn und die SG Ottenheim-Altenheim konnte sich mit 22:21 den dritten Platz sichern.

Einen Preis durfte die JSG trotzdem mitnehmen: die Trainer der Teams wählten unseren Niklas Roth zum besten Spieler des Turniers.

Das Turnier macht, trotz des unglücklichen Endes, Hoffnung für die Saison: 200 Minuten Handball auf diesem Niveau waren für den dezimierten Kader einfach zu viel, in der Runde spielen wir dann aber mit „voller Kapelle“. So ist das Fazit am Ende positiv: die spielerische Qualität stimmt und auch die Einstellung ist gut. Wir können uns auf die Spielzeit 2016/2017 freuen. Diese startet am 11.09. in Meißenheim.

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