C1: Ein Sieg des Willens im Finale um die Württembergische Meisterschaft

ByJörg Wittenberg

C1: Ein Sieg des Willens im Finale um die Württembergische Meisterschaft

JSG Echaz Erms – FA Göppingen 31: 28 (11:18)

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Als die C-Jugendlichen drei Zeigerumdrehungen vor Spielende, nach einer beispiellosen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit, erstmals den Ausgleich erzielten war die Spannung in dem Finale kaum mehr zu überbieten; drei Minuten später brachen mit dem Schlusspfiff alle Dämme bei den überglücklichen und total erschöpften Spielern, Trainern und den zahlreich mitgereisten Zuschauern – aber der Reihe nach:
Bereits bei der Ankunft in Bietigheim-Bissingen zeigte sich in der „Halle am Viadukt“, dass dieser Tag ein besonderer werden sollte. Die Halle am Austragungsort war bereits vor dem Endspiel der männlichen C-Jugend gut gefüllt und von Anfang an war die sprichwörtliche „Endspielatmosphäre“ greifbar. Nachdem die vor uns spielenden „Mädels“ erst nach Verlängerung und Siebenmeterschießen den Sieger ermittelt hatten, mussten die Jungs von Tobi Stoll, Konstantin Glöckler und Micha Lutz leicht verspätet an den Start. Die ersten Minuten begannen verheißungsvoll und wir gingen mit 2:0 in Führung. Bis zum Spielstand von 6:6 verlief die Begegnung ausgeglichen, wobei bereits in dieser frühen Phase zu erkennen war, dass sich die Jugendlichen aus dem Echaz- und Ermstal mit dem „Höllentempo“ des Bundesliganachwuchses von Frisch Auf Göppingen schwer taten. Insbesondere unsere Abwehr fand in der Folge kein geeignetes Mittel gegen die „Schnelle Mitte“ sowie toll vorgetragenen Tempogegenstöße der Göppinger. Der beim Schüleraustausch weilende „Abwehrchef“ Paul Maier fehlte zu diesem Zeitpunkt an allen Ecken und Enden. Sowohl individuell als auch im Mannschaftsverbund gelang es (vorerst) nicht den sehr gut aufgelegten Gästen Paroli zu bieten. Hinzu kamen einige technische Unzulänglichkeiten –auch im Angriffsverhalten-, die immer wieder umgehend mit Gegentoren bestraft wurden. Beim Spielstand von 8:16 schien die Partie entschieden und der Traum vom siegreichen Finale zu Ende geträumt zu sein. Bis zu Halbzeit konnte der Rückstand –unwesentlich- auf 7 Tore verkürzt werden. Während die „Grün-Weissen“ überglücklich in die Halbzeitpause gingen war unsere Mannschaft deutlich beeindruckt von der Super-Leistung des Gegners und gleichermaßen enttäuscht von der eigenen Vorstellung.
Was sich allerdings in der zweiten Hälfte abspielte war an Dramatik, Spannung und Atmosphäre kaum mehr zu überbieten. Mit einem 3:0 Lauf erwischten unsere Jungs einen Traumstart (nach dem Alptraum in der ersten Hälfte). Die Göppinger zeigten sich vorerst noch unbeeindruckt und führten weiterhin mit vier oder gar fünf Toren. Aber spätestens ab der 30. Minute ging ein unglaublicher Ruck durch die Mannschaft der JSG; mit einem unbändigen Siegeswillen wurde um jeden Ball und jedes Tor gekämpft; und auch die Abwehr packte endlich beherzter zu –unterstützt von einem sich von Minute zu Minute steigernden Torhüter, der in der Schlussphase mehrfach schwierige und spielentscheidende Würfe, der ebenfalls nie aufgebenden Göppinger, entschärfen konnte. Bereits 10 Minuten vor Spielende hielt es keinen der Zuschauer mehr auf den Sitzen; der Vorsprung der Göppinger schmolz mehr und mehr; und drei Minuten vor Schluss stand es erstmals wieder Unentschieden. Mit einer tollen Energie- und Mannschaftsleitung, unterstützt von der Bank und lautstarken Zuschauern, gelang es in den letzten drei Minuten, die zwischenzeitlich erstmals von Atmosphäre und Spielverlauf beeindruckten Göppinger, mit drei Toren in Folge zu besiegen. Die Szenen, die sich nach Ende des „Krimi-Finals“ in der Bietigheimer Halle abspielten werden vermutlich jedem Spieler, dem erfolgreichen Trainer-Trio und auch den mitgereisten Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben. Die ausgelassene Stimmung setzte sich auch bei der Heimreise im Bus fort und war noch während des gemütlicheren Ausklanges im „Jahnhaus“ spürbar.
Einziger Wehrmutstropfen war, dass Frieder Nothdurft in der zweiten Spielhälfte, nach einigen gelungenen Aktionen, verletzt vom Platz musste – ihm an dieser Stelle gute Besserung !
Am nächsten Wochenende steht nunmehr das Final-Four-Turnier um die Süddeutsche Meisterschaft (gegen Vertreter aus Nord – und Südbaden sowie Bayern) an. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Die Verantwortlichen der JSG bemühen sich erneut um einen Bus-Transfer; die Details werden für Interessierte auf der Homepage oder über die Mannschaften bekanntgegeben.
Es spielten: Philip Wörner (TW); Lukas Kuhle (2), Moritz Stotz, Marius Klingler (1), Balthes Reiff (6), Mathis Roth, Matthias Behr, Kai Kussmann (7), Luca Lebherz (5), Luca Bertsch (2) Frieder Nothdurft, Axel Goller (8)

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