C1: weiße Weste am Bodensee bewahrt

ByJörg Wittenberg

C1: weiße Weste am Bodensee bewahrt

Zur erwartet schweren Aufgabe wurde das Gastspiel der C1 in Bregenz am österreichischen Teil des Bodensees, stand hier doch nicht weniger als das Spitzenspiel der Landesliga auf dem Programm. In der Vorwoche hatte sich Bregenz den zweiten Tabellenplatz erobert, nun wollten die Vorarlberger mit der JSG auch den Spitzenreiter stürzen. Da sich auf Seiten der JSG unter der Woche noch Spielmacher Max Streubel verletzt hatte, trat der JSG-Truppe die lange Auswärtsfahrt optimistisch, aber zumindest nicht in Bestbesetzung und somit in neuer Offensivkonstellation an.

Tatsächlich war in den ersten Minuten deutlich die Nervosität der Gäste zu spüren. Gute Chancen wurden reihenweise vergeben und zahlreiche technische Fehler stellten die Nerven von Trainer Jörg Wittenberg und den wenigen Mitgereisten auf die Probe. Auch in der Deckung fehlte in den ersten Minuten noch der richtige Zugriff, sodass der Zwischenstand von 5:1 (8.) nicht weiter verwunderlich war. Doch vor allem durch aufopferungsvollen Kampf in der Defensive fanden die JSG-Akteure langsam ins Spiel. Vom 7:3 (12.) kamen sie durch drei Treffer in Folge wieder auf 7:6 heran (15.). „Nach einer Katastrophen-Viertelstunde nur ein Tor zurück – das kann eigentlich nur gut ausgehen“, so das Zwischenfazit auf den Rängen.

In der Tat war kurz darauf beim 9:9 erstmals wieder der Ausgleich geschafft und kurz darauf ging die JSG durch Til Kussmann erstmals beim 9:10 (22.) in Führung. Max Bessel mit einer Gesichtsverletzung und Mischa Locher mit einer Handblessur fielen dann allerdings aus, sodass auch jene Akteure zum Einsatz kamen, die sonst nicht so viel Spielanteile bekommen. Sie zeigten, dass man jederzeit auf sie bauen kann. Da auf den Rängen über die eine oder andere Schiedsrichter-Entscheidung heftig diskutiert wurde, kam die Halbzeit beim Stand von 12:10 für die JSG zur Beruhigung der Gemüter gerade recht.

Nach dem Wechsel gleich eine von zwei entscheidenden Phasen im zweiten Durchgang: Mit drei Treffern in Folge wurde der Vorsprung prompt auf fünf Tore ausgebaut. Von diesem Polster zehrten die Gäste lange, verteidigten die Führung vehement, trotzdem kamen die Hausherren nochmals bis auf zwei Treffer heran. Fünf Minuten vor dem Ende war es dann ein Doppelschlag von Mischa Locher, der mit dem 19:23 (47.) für die Vorentscheidung sorgte. Bis zum Endergebnis von 22:24 geriet der Sieg und damit die verlustpunktfreie Tabellenspitze nicht mehr in Gefahr. „Spiele kann man in der Offensive gewinnen, Meisterschaften gewinnt man aber in der Defensive“ – wieder einmal hat sich in Bregenz diese alte Handballer-Weisheit offenbart. Wenngleich es bis zum Gewinn der Landesliga-Meisterschaft noch ein sehr langer Weg werden wird, schon im nächsten Spiel wartet mit dem TV Plochingen der nächste schwere Brocken.

JSG Echaz-Erms:
Grau, Ambacher – Probst, Brodbeck (1), Künstle (2), Koch (3), Hölz, Bessel, Leis (5/1), Locher (3), Wörner (1), Kussmann (7), Freuer (2).

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