JSG Echaz-Erms erhält Jugendzertifikat 2015

ByJörg Wittenberg

JSG Echaz-Erms erhält Jugendzertifikat 2015

21 Vereine aus der 1. und 2. Handball-Bundesliga haben zu Jahresbeginn das Jugendzertifikat für hervorragende Qualität in der Nachwuchsförderung zugesprochen bekommen, darunter auch der TV Neuhausen.

„Das ist eine Auszeichnung, auf die der TV Neuhausen zusammen mit seinem Partnerverein VfL Pfullingen und der gemeinsamen Jugendabteilung JSG Echaz-Erms sehr stolz sein können“, meint Ralf Bader, der als Jugendkoordinator dieser JSG für den gesamten Nachwuchsbereich beider Vereine verantwortlich ist.

Dass diese Auszeichnung bei allen Erfolgen der JSG in den letzten Jahren keine Selbstverständlichkeit ist, ergibt sich aus den scharfen Kriterien, die zur Erlangung dieses Gütesiegels notwendig sind. Das Jugendzertifikat wurde 2007 ligaübergreifend geschaffen und 2008 zum ersten Mal an Profiklubs verliehen, die für Nachwuchs-Handballer herausragende Rahmenbedingungen schaffen. Das Gütesiegel der DKB Handball-Bundesliga setzt voraus, dass Nachwuchsspieler im Klub und in dessen Umfeld optimale Bedingungen vorfinden, die die Ausbildung zum Spitzenspieler möglich machen. So werden Kriterien geprüft, wie ausgereifte Betreuungs- und Ausbildungskonzepte im Hinblick auf die duale Karriere, Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Vorrausetzungen geschaffen werden, um in ihren Klubs zu Spitzenspielern reifen können.

Die Anforderungen dabei steigen seitens der HBL von Jahr zu Jahr. So ist in diesem Jahr ein mehrstündiges Vormittagstraining für die Top-Nachwuchsspieler während der Schulzeit neu hinzugekommen. „Daran haben wir über ein Jahr lang gearbeitet, aber zusammen mit unseren Partnerschulen, dem Friedrich-Schiller-Gymnasium (Pfullingen) und dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (Metzingen) haben wir auch diese Bedingung erfüllen können“, ergänzt Bader, der diese Vormittagstrainings selber leitet. Auch der Trainerstab der JSG Echaz-Erms erfüllt mit mehreren A-, B- und C-Lizenztrainern die strengen Kriterien der HBL. Die Erfolge messen sich dabei nicht nur in Titeln der Jugendmannschaften. Wichtiger ist die ausbildungsorientierte Vorgehensweise, die dazu führen soll, dass möglichst viele Jugendspieler „ganz oben im Profibereich„ ankommen. Und gerade da schneidet die JSG deutschlandweit hervorragend ab.

Es müssen mindestens 2 Spieler aktuell in der 1. und 2. Liga spielen, die der Verein selbst ausgebildet hat. Die JSG hat davon momentan deren 12 (!), einschließlich der im eigenen Verein spielenden ehemaligen Jugendspieler der JSG. Hinzukommen ein Dutzend ehemalige JSG-Spieler, die momentan in der 3. und 4. Liga aktiv sind. „Das zeigt den Stellenwert der Ausbildung in unserer JSG“, meint Hans-Gerhard Hahn, der als Baders Stellvertreter die Unterlagen für die HBL zusammengestellt hat. „Unsere Talente können also sicher sein, dass bei der JSG und den beiden Partnervereinen herausragende Rahmenbedingungen zur optimalen Förderung vorhanden sind, um die Ausbildung zum Spitzenspieler zu ermöglichen“.

Doch dies ist eine Aufgabe, die von Jahr zu Jahr höhere Anforderungen an die Verantwortlichen und die Trainer stellt. Der Lohn sind dann Erfolge der aktiven Mannschaften, wenn es gelingt, einen Großteil dieser selbst ausgebildeten Spieler in diese zu integrieren, zum Vorteil der Spieler und der beiden Vereine. Die Aussichten dazu sind weiter gut: neben zwei Landesligamannschaften und der Bundesligamannschaft des TV Neuhausen ist der VfL Pfullingen mit einer jungen Mannschaft und einem Großteil in der JSG ausgebildeten Spielern auf dem besten Weg aus der Oberliga in die dritte Liga.

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