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Philosophie und Ziele der JSG Echaz-Erms

Das Handballspiel hat in den beiden Stammvereinen der JSG Echaz-Erms (TV 1893 Neuhausen und VfL Pfullingen) eine lange Tradition. So gehörten beide Vereine in unterschiedlichen Epochen der 1. Bundesliga an. Auch im Jugendbereich wurden nicht nur Titel auf württembergischer und sogar süddeutscher und deutscher Ebene erreicht, sondern immer auch das Ziel verfolgt, den selbst ausgebildeten Jugendspielern eine Perspektive in den aktiven Mannschaften zu bieten.

Daran hat sich mit der neu gegründeten Jugendspielgemeinschaft nichts geändert. Geändert haben sich die Rahmenbedingungen, die eine jugendliche Handballkarriere heute begleiten. In erster Linie ist der zeitliche Aufwand zu nennen, der notwendig ist, das Niveau der Spitze zu erreichen. Daneben haben sich die Anforderungen an die Qualität der handballerischen Ausbildung erhöht, die vor allem in den oberen Jugendklassen neben der Spielfähigkeit die Entwicklung körperlicher und athletischer Fähigkeiten in den Vordergrund rücken.

Will man diese Anforderungen kontinuierlich erfüllen, kommen ehrenamtlich strukturierte Vereine wie der TV Neuhausen und der VFL Pfullingen schnell an Grenzen. Diese ehrenamtliche Struktur kann (und soll) jedoch nur in geringem Maß verändert werden. Die Erfolge der beiden Stammvereine in den letzten 6 Jahren im Jugendbereich (siehe Anlage) können unter diesem Gesichtspunkt nicht hoch genug eingeschätzt werden. Beide Vereine haben dabei aber auch erfahren, dass sie an Grenzen stoßen, die ein kontinuierliches Fortentwickeln des bereits erreichten Niveaus nur unzureichend garantieren können.

Dies allein hätte schon ausgereicht, die neue Jugendspielgemeinschaft zu legitimieren. In letzter Zeit hat sich aber ein weiterer „Störfaktor“ einer sportlichen Leistungsentwicklung herausgebildet. Da die Anforderungen der schulischen Ausbildung ebenfalls gestiegen sind, haben jugendliche Handballspieler nicht selten eine „Karrierekonflikt“ zwischen Schule und Leistungssport, der nicht einseitig auf Kosten eines der beiden Anforderungsprofile gelöst werden kann. Unsere Antwort ist eine verstärkte Kooperation mit den örtlichen Schulen nicht nur für die Talentgewinnung, sondern auch in der Leistungsförderung. In Zusammenarbeit mit dem Schiller-Gymnasium in Pfullingen und dem Bonhoeffer-Gymnasium in Metzingen können einige unserer Toptalente zweimal wöchentlich während des Vormittagsunterrichts ein individuelles Handball-Fördertraining besuchen, das von JSG-Trainern geleitet wird.

Eine dritte Herausforderung ist die demografische Entwicklung in Deutschland. Dies wird dazu führen, dass es nicht mehr möglich sein könnte, allein quantitativ genügend Jugendliche für eine Mannschaftssportart wie Handball zu gewinnen, um einen geordneten Spielbetrieb aufrecht erhalten zu können. Die JSG stellt bessere und effektivere Strukturen bereit, um dieses Problem zu meistern.

All dies erfordert große Anstrengungen, von denen exemplarisch einige genannt sein sollen:

• Konzepte und Umsetzung für die Kooperation mit Grundschulen, um genügend Kinder für die unteren Jugendmannschaften für Handball begeistern zu können
• Konzepte und deren Umsetzung für weiterführende Schulen, um Spielern eine Erhöhung des Trainingsumfangs im Rahmen der schulischen Ausbildung zu ermöglichen und Zeitkonflikte zu entschärfen
• Kontinuierliche Ausbildung und Lizensierung von Jugendtrainern
• Bereitstellen von Trainingsmöglichkeiten
• Optimierung von Organisationsaufgaben (Fahrten zu Spielen, Turnieren, ins Training; Versorgung mit Trikots und Trainingsmaterialien)

Die Gründer der JSG Echaz-Erms waren und sind davon überzeugt, dass der mit der Gründung der JSG begonnene Weg sich für beide Stammvereine auszahlen wird und die Herausforderung an Aufgabenstellungen gemeinsam besser gemeistert werden kann, als dies der einzelne Verein bewerkstelligen könnte.

Folgende Ziele werden deshalb vorgegeben:

• Möglichst viele Kinder mit Handball vertraut machen und für den Handball gewinnen
• Das sportliche Angebot so gestalten, dass Handball als Wettkampfsport für alle Kinder und Jugendlichen möglich ist
• Durch vorbildliche Jugendarbeit ein positives Image für die beiden Stammvereine erzielen und dadurch Mitarbeiter gewinnen
• Optimale Betreuung und qualifiziertes Training für Kinder und Jugendliche durch Umsetzung neuester sportwissenschaftlicher Erkenntnisse, Konzeptionen und Trainingsinhalte
• Neben der Zielsetzung sportlicher Mannschaftserfolge als Hauptziel die Ausbildung individueller handballerischer Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers und eine entsprechende Persönlichkeitsentwicklung

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